„Reisende mit ganz wenig Geld können am Strand zelten.“… diesen Satz haben wir in Julinas Reiseführer gelesen und schon vier Tage später waren wir mit Zelt im Gepäck auf dem Weg nach Süden. Dominical, unser Ziel ist ein sehr süßes kleines Hippie-Dorf, das vor allem bei Backpackern und Surfern sehr beliebt ist. Nach unserer Ankunft

dort haben wir zuerst ein bisschen Stadt und Strand erkundet und dabei ein kleines Fest mit Lagerfeuer am Strand entdeckt. Es hat sich heraus gestellt, dass das von einer größtenteils deutschen und nordamerikanischen Hippie-Community organisiert wurde. Wir haben uns also ein bisschen von dem Leben der Menschen und Kinder faszinieren lassen, bevor es zum Abendessen in ein nettes, klassisches Soda ging. Danach war es für Julina und mich auch schon Zeit ein schönes Plätzchen am Strand zu finden und das Zelt aufzubauen.

Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, der Blick direkt aus dem Bett auf das Meer hat das jedoch um einiges erleichtert. Nach einer kurzen Abkühlung im Wasser sind wir zu den Cataratas Nauyaca aufgebrochen, nach einer kurzen Strecke mit dem Bus, führt der Weg zu den beiden Wasserfällen größtenteils durch den Regenwald. Wir hatten Glück und haben Affen, Agutis und viele blaue Morpho-Falter entdeckt. Nach ca. 1 ½ Stunden auf und ab wurden wir von der Aussicht auf die herabstürzenden Wassermassen ausreichend belohnt. Einer der beiden Wasserfälle eignet sich sogar zum Baden und so haben wir uns, nach einer ausgiebigen Pause, erfrischt und gestärkt auf den Rückweg gemacht.

Nachmittags hat es leider in Strömen angefangen zu regnen und es wollte einfach nicht mehr aufhören. Ein Risiko, das man hier in der Regenzeit ja eigentlich immer eingeht, wenn man jedoch mit einem (undichten Supermarkt-) Zelt unterwegs ist, ist es aber natürlich extra unpraktisch. Wir sind also erst in verschiedenen Cafés vor dem Regen geflohen und haben uns schließlich nach freien Hostelbetten oder -Zimmern, als Alternative zum Zelt umgesehen. Im Laufe des Abends hat es dann aber doch noch aufgehört zu regnen und so haben wir es gewagt und auch die zweite Nacht im Zelt verbracht. Zum Glück wurden wir verschont und es hat nicht geregnet, dafür haben wir beide aber seit Monaten mal wieder so richtig gefroren.

Doch auch das war am nächsten Morgen bei dem Blick auf das in der Sonne glitzernde Meer schon wieder vergessen. Nach einem gemütlichen Frühstück im Café haben wir dann noch ein wenig mehr den Strand erkundet und noch einige super schöne Stellen gefunden. Außerdem aber auch den ersten richtig schlimmen Sonnenbrand dieses Jahres bekommen… Ein paar Stunden später war unser kleines Abendteuer in Dominical dann auch schon wieder vorbei und wir haben uns, über Umwege, die dem undurchschaubaren Bus Plan geschuldet sind, auch schon wieder auf den Heimweg nach Bandera gemacht.

Hallo ihr Lieben! Mittlerweile ist es schon über 1 Monat her, dass ich den gewohnten, deutschen Boden verlassen habe. Also ist es wirklich höchste Zeit, euch ein bisschen zu berichten. Aber fangen wir mal von vorne an.

Nach langer Ungewissheit wann wir denn endlich ausreisen können, kam dann letztendlich die Bestätigung für den Flug am 16. September. Nun hieß es: Koffer packen, und zwar so, dass das maximale Gewicht von 23 kg nicht überschritten wird. Eine Vorgabe, die ich anfangs doch echt stark unterschätzt habe. Also musste alles, was zu viel Gewicht hatte und nicht ins Handgepäck durfte oder gepasst hat, zuhause gelassen werden. Ein paar Schuhe und Sonnencremes leichter ging es dann zum Flughafen nach München.

Von dort aus bin ich mit fünf weiteren Mädels über Paris und Mexiko nach San José geflogen. Nach ca. 30 Stunden sind wir endlich angekommen und wurden am letzten Flughafen unserer Reise von Carlos (einer der Verantwortlichen in CR) herzlichst empfangen. Mit voll beladenem Taxi startete unsere erste Fahrt in ein regelrechtes Verkehrschaos zu unserem Hotel in Heredia, wo wir die ersten Tage noch alle zusammen verbrachten.

Dort nahmen wir an verschiedenen Seminaren mit Themen wie Sicherheit, Kultur, Verhaltensregeln usw. teil. Da es in Costa Rica keine Adressen gibt, sondern nur Beschreibungen, haben wir eine Übung gemacht, damit wir uns zurechtfinden. Meine Adresse würde ich zum Beispiel folgendermaßen beschreiben: Von der Schule von Villas de Ayarco 50 Meter östlich, beige Hausfarbe, schwarze Türen. Wir bekamen in Gruppen Gebäude zugeteilt, die wir in der Stadt ausfindig machen sollten, indem wir Passanten gefragt haben, wo sich diese befinden.

Am Sonntag unternahmen wir dann den ersten größeren Ausflug in die Mall, um dort SIM-Karten zu kaufen. Trotz nicht vorhandener Spanischkenntnisse meinerseits und minimalem Englischvokabular der Verkäuferin hatte ich am Ende des Tages eine funktionierende costa-ricanische Handynummer. Und das ist ja die Hauptsache. Gleich am nächsten Morgen mussten wir sehr früh aufstehen, um nach San José zu fahren. Dort wurden unsere Fingerabdrücke für das Visum aufgenommen. Ein weiterer notwendiger Schritt, nachdem ich in Deutschland schon Unmengen an Formularen beantragen und ausfüllen musste. Schlussendlich aber auch der letzte, denn zur Migrationsbehörde wird eine Anwältin für uns gehen und dann den Rest erledigen. Anschließend bekamen wir von Carlos noch eine kleine Tour durch die Stadt. Wir bekamen eine Führung im Theatro Nacional (ein bisschen Kultur schadet ja nicht) und besuchten den Mercado Central. Das Theater gilt als das schönste Gebäude der Hauptstadt und ist bekannt für die prunkvolle Ausstattung. Es wird sogar immer noch für Vorführungen genutzt. Der Mercado Central ist der größte Markt in San José. Im Prinzip eine riesige Halle mit hunderten Geschäften, Ständen und Restaurants. Dort wird eine große Auswahl an Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Kaffee und Souvenirs bzw. lokales Kunsthandwerk verkauft.

Am 21. September endeten unsere ersten Einführungstage und unsere Gruppe wurde für die Sprachkurse aufgeteilt. Für die Fortgeschrittenen ging die Reise weiter nach Turrialba und für die Anfänger, also auch mich, nach Jacó. Das absolute Highlight auf dem Weg dorthin war ein kleiner Zwischenstopp bei einer Brücke, an der man Krokodile in freier Wildbahn beobachten kann. Unfassbar beeindruckend die Tiere, die man nur aus dem Fernseher oder dem Zoo kennt, in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, wenn auch aus sicherer Entfernung. Der Tag wurde abends in Jacó (meine Heimat für die nächsten 2 Wochen) durch einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand abgerundet.

Trotz des Urlaubsfeelings waren wir dort ja nicht zum Entspannen. Jeden Morgen um 09:00 begann unser Spanischunterricht und endete, wenn wir mit der Lektion, die für den Tag geplant war, fertig waren. Der Unterricht fand in unserer WG, einem Haus in Jaco statt, in der wir für den Sprachkurs zu zehnt zusammenwohnen. Zum Mittagessen gab es typisch costa-ricanisches Essen, also meistens Reis, Bohnen oder Linsen, Platanos (Kochbananen) und verschiedenes Fleisch.

Natürlich haben wir aber auch nicht nur gelernt. Nachmittags wurde oft die Stadt erkundet oder am Strand gebadet. Auf dem Programm stand auch eine Tanzstunde und ein Surfkurs von dem alle so begeistert waren, dass wir am 2. Wochenende gleich nochmal einen gebucht haben. Außerdem ein Ausflug zum Mirador, ein Aussichtspunkt mit Blick auf den Strand, wo wir auf dem Weg sogar Affen in den Baumkronen beobachten konnten. Aber so beeindruckend wie manche Tiere hier sind, wie z.B ein Leguan, der während des Unterrichts durch den Garten spaziert ist, so schnell können sie auch zur Plage werden, wie wir in unserer WG des Öfteren feststellen musste. So wurde die ein oder andere Ameisenstraße aus der Küche gekehrt, Kakerlaken eingefangen und ein Frosch nach draußen gebracht.

Wir besuchten auch einen Englisch-Kurs, um dort mitzuhelfen bzw. um unsere Englischkenntnisse zu erweitern und machten am Wochenende unseren ersten Ausflug mit dem Bus an einen anderen Strand. Da es keine wirklich zuverlässigen Fahrpläne gibt, haben wir gezwungenermaßen auch viel Zeit an der Bushaltestelle verbracht. Aber es hat sich gelohnt. Die ersten zwei Wochen vergingen wie im Flug und unser Sprachkurs und somit auch die letzten Tage zusammen neigten sich schnell dem Ende zu.

Dann kam auch schon der spannendste Tag… der letzte Morgen mit den anderen Freiwilligen in Jaco und somit auch der erste Tag in meinem zuhause für das kommende Jahr. Wir wurden zusammen nach San José gebracht und teilten uns dann auf, um zu unseren Wohnorten weiterzufahren. Da ich lange nicht wusste, in welche Gastfamilie ich kommen würde, hatte ich bis auf ein paar WhatsApp Nachrichten vorher noch so gut wie keinen Kontakt mit ihnen. Dementsprechend nervös saß ich auf dem Beifahrersitz des Uberfahrers auf dem Weg nach Villasde Ayarco.

In meiner neuen Straße angekommen wurde ich von einem Jungen, meinem jüngeren Gastbruder empfangen. Nach ein paar Minuten traf dann auch meine Gastmama ein und begrüßte mich sehr herzlich. Am Abend lernte ich dann auch noch meinen älteren Gastbruder kennen. Meine Gastfamilie besteht also aus Alba (45), Derek (16) und Juan (25). Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und freue mich, hier mein Jahr zu verbringen. Dazu dann aber mehr beim nächsten Mal! Ganz liebe Grüße

___________________________________________________________________________________________

„weltwärts“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt das Interesse von Jugendlichen an freiwilligem Engagement in Entwicklungsländern. Der Großteil der Kosten für das Freiwilligenjahr wird durch den Zuschuss vom BMZ übernommen. Es bleibt jedoch ein Viertel der Gesamtkosten übrig: 3.000 € müssen über VISIONEERS und jedem Freiwilligen selbst gesammelt werden. VISIONEERS ist als unabhängiger und gemeinnütziger Verein auf private Spenden angewiesen, um ein umfangreiches und zukunftsfähiges weltwärts-Programm zu ermöglichen.

Helft mir und VISIONEERS, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Bitte unterstützt uns mit einer monatlichen oder einmaligen Spende.

VISIONEERS e. V.

Berliner Sparkasse

IBAN: DE29 1005 0000 0190 6097 70

BIC: BELADEBEXXX

Betreff: Name + Adresse des Spenders + Freiwilligen

Wir freuen uns jederzeit über Spenden.

Unglaublich wie schnell ich hier Anschluss gefunden habe. Nachdem ich in meiner

ersten Woche in meinem Projekt zwei Amerikaner kennengelernt habe, war ich am

darauffolgenden Wochenende schon mit ihnen unterwegs nach Manuel Antonio.

Von San José ging es im schwülheißen Bus 4 Stunden durch das Land. Für mich war der

tropische Strand bei der Ankunft atemberaubend, während einer der Amis nur nüchtern bemerkte:

„For me this is nothing, beaches in Miami are bigger.“ Allgemein war es mein erster Kontakt mit “touristischen Costa Rica“. Menschen aus aller Welt, teuren Preisen und jede Minuten einem Tico, der dir etwas verkaufen möchte. Wir verbrachten den Samstag am Strand und den Sonntag im

Nationalpark, wobei uns dort außer Iguanas und Affen nicht viele Tiere über den Weg liefen.

Ein gelungenes Wochenende!


casado a là Manuel Antonio

Iguana im Nationalpark

vista del hostel

Nach meiner langersehnten Ankunft in Costa Rica ging es nach zwei Wochen im Trubel von Stadt- und Strandtourismus in das kleine Dorf San Andres de Leon Cortes. Zwar gibt es täglich Busse doch scheint keiner zu wissen, dass es das Dorf gibt. Erst bei den Worten „Zona de Los Santos“ wissen einige in welche Richtung es zu gehen scheint.

Paola und ich sind beide sehr herzlich in unseren Gastfamilien und im gesamten Dorf aufgenommen worden. Mittlerweile gibt es kaum welche, denen wir nicht zuwinken können, was immer mit Hupen erwidert wird. Doch gerade der Anfang war nicht einfach, da wir beide nur begrenzt Spanisch verstehen, geschweige denn sprechen konnten.

Besonders unsere Gastfamilien, aber auch unser Projekt haben uns beim schnellen Lernen geholfen.

Dieses befasst sich mit nachhaltigem Kaffeeanbau sowie dem Bau eines Seminarhauses. Zu Beginn waren wir hauptsächlich bei der Pflege von Avocadobäumen dabei, da die Kaffeeernte erst in einigen Monaten beginnen sollte. Anfang November begann dann der Bau des Seminarhauses.

Seitdem ist es meine Aufgabe, unterhalb der Woche auf der Baustelle so gut es geht zu helfen sowie mich um die freiwilligen Helfer auf der Baustelle zu kümmern. So habe ich bereits mit Hilfe von 8 anderen Freiwilligen in 4 Wochen Einiges schaffen können: Zunächst bestand viel unserer Arbeit aus einfachem Schleppen von Materialien, da die Finca nicht an einer Straße gebaut wird. Mit der Zeit haben wir dann auch beim Verlegen der Wasserleitung sowie Streichen von Schweißnahten und zum Schluss auch beim Bau einer Brücke helfen können.

Aber natürlich besteht der Tag nicht nur aus Arbeiten. Neben dem Bespaßen meiner kleinen Gastgeschwister konnte ich mit Paola und Janik 3 Wasserfälle im Dorf erklettern. Für mich waren diese bisher einige der schönsten Orte in Costa Rica. Was sie so besonders macht, ist die absolute Abwesenheit von Tourismus. Gerade das macht das Dorf und seine Natur zu einem so zugänglichen und verzaubernden Ort.

So sind „Los alemanes“ oder „Macho“ (das bedeutet blond) die einzigen, die einen Wochentrip in das Dorf unternehmen. Für uns drei, die hier unser Jahr verbringen, ist der wöchentliche Besuch immer wieder aufs Neue ein riesiger Spaß.

Und so wurde San Andres trotz seiner abgelegenen Lage und kleinen Bevölkerungsgröße zum inoffiziellen Mittelpunkt der Freiwilligen… Ich kann mich also nur auf die folgenden 9 Monate in diesem Märchendorf freuen.

___________________________________________________________________________________________

„Weltwärts“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt das Interesse von Jugendlichen an freiwilligem Engagement in Entwicklungsländern. Der Großteil der Kosten für das Freiwilligenjahr wird durch den Zuschuss vom BMZ übernommen. Es bleibt jedoch ein Viertel der Gesamtkosten übrig: 3.000 € müssen über VISIONEERS und jedem Freiwilligen selbst gesammelt werden. VISIONEERS ist als unabhängiger und gemeinnütziger Verein auf private Spenden angewiesen, um ein umfangreiches und zukunftsfähiges weltwärts-Programm zu ermöglichen.

Helft mir und VISIONEERS, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Bitte unterstützt uns mit einer monatlichen oder einmaligen Spende.

VISIONEERS e. V.

Berliner Sparkasse

IBAN: DE29 1005 0000 0190 6097 70

BIC: BELADEBEXXX

Betreff: Name + Adresse des Spenders + Freiwilligen

Wir freuen uns jederzeit über Spenden.

Das Abraham-Projekt bietet vielfältige Betreuungsangebote für Kinder an, dazu zählen Kinderkrippe, Kindergarten und Betreuung am Nachmittag. Aktuell befindet sich das dazugehörige Bethany-Projekt im Aufbau, das darauf spezialisiert ist junge, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern zu unterstützen. Da das Projekt durch Us-amerikanische Spenden mitfinanziert wird, ist es sehr gut ausgestattet. Es gibt eine Sporthalle, die auch als Kirche dient, einen schönen, großen Speisesaal und gestaltete Gruppenräume.

Unsere Einsatzmöglichkeiten als Freiwillige sind dabei vielfältig. Bis jetzt konnten wir bei der Reinigung und Gartenarbeit unterstützen, Pakete mit Essen für Familien packen, beim Aufbau des neuen Frauenhauses mithelfen in dem wir Möbel und Wände streichen, in den Kindergruppen durch gelegentliche Nachhilfe unterstützen und natürlich viel Zeit mit dem Kindern verbringen. Auch bei dem Computer Angebot, das auch mit Lego- Robotern arbeitet konnten wir mit helfen und eigene Sportangebote umsetzen.

Von den Mitarbeitenden wurden wir gut aufgenommen und auf unsere Interessen wurde beim erstellen des Arbeitsplanes Rücksicht genommen. Das Arbeiten haben wir bis jetzt als angenehm empfunden, was auch daran liegt, dass wir von 9-16 Uhr arbeiten.

Das Centro Cívico por la Paz

ist von der costaricanischen Regierung finanziert und bietet kostelose Kurse in Musik, Kunst, Sport, Nachhilfe, Tanz und vieles mehr für die Bevölkerung in der Umgebung an. Unsere Chefin Laura ist sehr nett und offen für unsere Ideen. Momentan können wir leider noch nicht so viel im Centro Cívico mithelfen, da ein Großteil der Kurse noch online stattfindet. Stattdessen arbeiten wir momentan im CEN-CINAI, welches sich auf dem gleichen Gelände wie das Centro Cívico befindet.

Es handelt sich hierbei um eine Kinderbetreuung, die Eltern in Anspruch nehmen können, die arbeiten, studieren oder ihren Schulabschluss machen. Morgens von 7 bis 15 Uhr gibt es vier Gruppen mit jeweils circa 15 bis 20 Kindern. Die Gruppen sind nach Alter aufgeteilt und die Kinder sind zwischen 7 Monate und 4 Jahre alt. Jede Gruppe hat eine Betreuerin und wir helfen dann immer zusätzlich und spielen, basteln und singen mit den Kindern. Die Kinder sind richtig süß und freuen sich immer wenn wir in ihre Gruppe kommen und wollen dann, dass wir mit ihnen spielen oder, dass wir uns neben sie setzen oder ihnen was zeigen. Wir gehen auch mindestens einmal am Tag raus, entweder auf den Spielplatz, den Sportplatz oder den Skateplatz. Auf dem Skateplatz kann man nämlich toll die Rampen raufklettern und wieder runterrutschen. Zwischendrin gibt es Frühstück, Mittagessen und einen Snack für die Kinder. Wir bereiten dann immer wieder Aktivitäten (Basteln, Malen, Spiele, Lieder, Englisch, Quiz etc.) für die Kinder vor und können uns so einbringen.

Wir arbeiten momentan auch dreimal die Woche nachmittags von 15 bis 22 Uhr. Da sind die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt, eine mit Kindern von 2 bis 6 Jahren und die andere Gruppe von 7 bis 13 Jahre. Auch dort unterstützen wir die 2 Hauptamtlichen in den Gruppen und da die Kinder schon älter sind, können wir mit ihnen viele Aktionen machen.

Unsere Arbeitskollegen/-kolleginnen sind alle sehr nett, haben uns herzlich aufgenommen und schätzen unsere Hilfe.

Es ist geplant, dass wir mit der Zeit mehr im Centro Cívico bei der Vorbereitung und Durchführung der Kurse helfen können und unsere Arbeit im CEN-CINAI dann reduzieren, aber das kommt jetzt alles erst so langsam in Gang.

Wir wohnen 15 Minuten zu Fuß von unserer Arbeitsstelle entfernt im Zentrum von Aguas Zarcas in einem kleinen Haus. Unsere Vermieter wohnen direkt neben uns und sind sehr nett und hilfsbereit und auch unsere Vertrauenspersonen bisher hier vor Ort.

So, da bin ich also wieder nach einem Drittel meines Jahres hier in Berlin! In der Zwischenzeit ist einiges passiert! Ich durfte die Herbstferienschule miterleben, habe an meinem Einstiegsseminar vom Freiwilligendienst teilgenommen, im Projekt Mobile-Jugend-Lernhilfe.Jetzt meine Nachmittage verbracht und ganz nebenbei einige tolle Freundschaften geschlossen!

Aber alles der Reihe nach:

Den September über habe ich durch die Mobile-Jugend-Lernhilfe.Jetzt die Bewohner:innen des Luisenstifts im Alter von 14 bis 17 Jahren bei schulischen Aufgaben betreut und gemerkt, wie viel Spaß mir dieser enge, tägliche Kontakt zu den Jugendlichen bereitet! Auch für die administrativen Aufgaben im Hintergrund, das Pflegen der Social Media Kanäle und interne Abläufe im Büro habe ich langsam ein Gespür entwickelt und mich immer vertrauter mit der Bearbeitung unterschiedlichster Aufgaben gefühlt.

Nach diesem September folgte ein aufregender Oktober, denn für mich ging es am 11. dieses Monats los, auf eine Reise nach Schmölen, wo mein Einstiegsseminar des Freiwilligendienstes stattfand. An diesem Seminar nahmen also ungefähr 25 Menschen gemeinsam mit mir teil, die ebenfalls einen Freiwilligendienst absolvieren und dementsprechend teilten wir nicht nur viele Interessen, sondern konnten uns auch wunderbar über unsere Erfahrungen austauschen! Ich freu mich auf unser nächstes Zusammentreffen und bin gespannt welche neuen Geschichten wir dann zu erzählen haben!

Auch die Herbstferienschule fand im Oktober statt, wobei sich die erste Woche leider mit meinem Seminar überschnitt, allerdings durfte ich die zweite Woche miterleben und war begeistert: Die Jugendlichen waren sehr motiviert Deutsch zu lernen, Gabriel, mein Mitfreiwilliger, und ich haben für die ganze Gruppe gekocht und auch das Nachmittagsprogramm hat nicht nur den teilnehmenden Jugendlichen Spaß gemacht! Freundschaften wurden geschlossen und einige Gesichter sehe ich hoffentlich auch in der nächsten Ferienschule wieder!

Im November sind für mich neben der täglichen schulischen Begleitung im Luisenstift noch weitere Nachhilfeschüler:innen zu mir ins Büro gekommen, denen ich Mathe- und Deutschnachhilfe erteile und ich habe mein eigenes Zimmer fertig eingerichtet. Auf allen Ebenen fühle ich mich inzwischen in Berlin und bei Visioneers angekommen und angenommen, verstehe mich sehr gut mit meinem Team und bin sehr gespannt, was die Zukunft noch bringt!

Der aktive Vulkan Poás ist eines der beliebtesten Ausflugszielein Costa Rica. In Alajuela gelegen, und somit einfach zu erreichen,bietet er eine einzigartige Natur und ist definitiv empfehlenswert.

Der Vulkan hat eine Höhe von 2708 Metern. Den Großteil des Weges

kann man jedoch mit dem Auto hochfahren und so bietet sich der

Vulkan auch für Familienausflüge an.

Einheimische bezahlen 1000 Colones für den Eintritt, Ausländerzahlen da etwas mehr – 15 Dollar.

Oben angekommen, bekommt man eine kleine Einweisung. Das Tragen eines Helmes ist während des Aufenthaltes obligatorisch, da der Vulkan jederzeit ausbrechen könnte. Die letzte Eruption war 2019.

Eigentlich hat man vom Aussichtspunkt einen perfekten Blick direkt auf den Krater. Leider gibt es aber oftmals Nebel und so muss man Glück haben, den Krater bei klarem Himmel zu erwischen.

Aber auch mit Nebel ist die Natur auf dem Weg zum Aussichtspunkt einzigartig.Um den Vulkan mit dem Wasserfall La Paz zu verbinden, lohnt es sich ein Auto zu nehmen.

Knapp eine halbe Stunde entfernt, ist es möglich den Wasserfall aus der Nähe zu betrachten – sogar kostenlos.

Wer abenteuerlustig ist, kann auch hinter dem Wasserfall Fotos machen oder auf den Steinen am See des Wasserfalls.

Einzigartig in der Region ist auch der ganzjährige Erdbeerverkauf an den Straßen. Frisch gekaufte Erdbeeren am Rande des Vulkans schmecken daheim noch besser als aus dem Supermarkt.

Neben Erdbeeren und Käse gibt es aber auch Kaffeeanbau in der Region.

Aufgepasst Starbucks-Fans: Auf dem Weg befindet sich die Finca für den Großkonzern. Hier kann man auch eine Kaffeetour machen, ist jedoch mit 50 Dollar nicht ganz preisgünstig.

Auf jeden Fall ist die Region Alajuela mit dem Vulkan Poás und dem Wasserfall La Paz ein Muss für jeden Naturliebhaber und lohnt sich allemal.

Gerade noch rechtzeitig haben wir an der Reißleine gezogen. Fast hätten wir die Feuerwehr Parrita, bei der wir aus dem Bus aussteigen sollten, übersehen. Um zu unserem neuen Zuhause zu gelangen, ist schon fast ein Auto oder Fahrrad nötig. 4 Kilometer geht es über Schotterwege durch die Palmenplantagen bis zu einer von ein paar Häusern gesäumten Straße die Richtung Meer führt. Dort steht das kleine rosarote Häuschen versteckt hinter der Pulperia von Bandera. Das war für Johanna und mich erstmal ein Schock raus aus der 10er WG beim Sprachkurs in Jaco und dem Trubel aus Turrialba, mitten auf´s Land in ein Dorf, das aus vielleicht höchstens 20 Häusern besteht, von denen bestimmt die Hälfte zum Verkauf steht. Glücklicherweise wohnen wir direkt am Hotspot des Dorfes. Hier in der Pulpería wird der ganze Dorfklatsch ausgetauscht und wir konnten schon die ersten Kontakte knüpfen. Unsere Nachbarsfamilie, die den Dorf Kiosk betreibt, ist für uns schon so etwas wie eine Gastfamilie geworden.

Beim Aufräumen am Strand mit der Dorfgemeinschaft

Die ersten Tage hatten wir frei, um uns etwas einzuleben. Am Anfang waren wir hauptsächlich damit beschäftigt unsere Wohnung mit Strandgut, Pflänzchen und einem selbstkonstruierten Sofa etwas aufzuhübschen, erstmal gründlich zu reinigen und nach Fahrrädern Ausschau zu halten, die den 40 minutigen Weg bis zur Bushaltestelle und zum Supermarkt etwas erleichtern sollten. Zwischendurch haben wir natürlich auch viel Zeit am Strand verbracht, der von unserer Wohnung aus in 10 Minuten zu erreichen ist. Ein ewig langer menschenleerer schwarzer Sandstrand gesäumt von Palmen und verschiedenen Sitzmöglichkeiten unter den Palmblättern. Die ersten Tage waren wir schon damit beschäftigt, dass Volleyballnetzt zu flicken mit der Hoffnung ein paar Kontakte zu Gleichaltrigen durchs Beachen zu bekommen. Sonntags wirkt der Strand wie verwandelt, mit all den Menschen, die aus der Umgebung fürs Familienpicknick an die Strände kommen. Außer der Pulpería gibt es dann noch die Strandbar, die aber abgesehen von uns beiden, auch nur am Wochenende Besuch bekommt.

So einsam, wie es klingt, ist das Dorfleben aber eigentlich gar nicht, im Gegensatz zu größeren und touristischen Städten wie Jacó oder San José kommt man hier sehr schnell mit den Einheimischen in Kontakt und ist innerhalb von ein, zwei Tagen schon im ganzen Dorf bekannt. Unsere Nachbarsfamilie hat uns auch schon öfters mit dem Auto abgeholt oder in die Stadt gefahren. Wir durften Schildkrötenbabys am Strand aussetzten und nachts die Eier der großen Schildkröten einsammeln. Schon in der zweiten Woche wurden wir zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Durch die Gespräche am Tisch vor der Pulpería lernen wir immer mehr der Bewohner von Bandera kennen, können gut unser Spanisch üben und das Pura Vida leben.

Pura Vida war in den ersten Tagen auch das Motto bei unserer Arbeit. Am Montag sollten wir eigentlich bei UNO+ beginnen, letzten Endes war aber der Donnerstag erst unser erster richtiger Arbeitstag. Beim Kaffeetrinken hat Doña Gaby, unsere Chefin, erst einmal unseren Arbeitsplan entworfen. Wir arbeiten an drei verschiedenen Standorten. Montags und Dienstag sind wir mit den Kindern alleine in Bandera, mittwochs arbeiten wir in Reformadores, Parrita und donnerstags in La Loma. Unsere Aufgabe ist es, den Kindern etwas Englisch Nachhilfe zu geben und uns Bastelaufgaben, Spiele und andere Projekte für die 3-stündige Nachmittagsbetreuung zu überlegen. Die Kinder sind zwischen 5- 12 Jahre alt. Zu Beginn ist es noch etwas schwierig, da ein paar noch nicht schreiben können und unser Spanisch auch noch nicht gerade das Beste ist.

Die Gruppen in den verschiedenen Orten sind unterschiedlich groß: In Bandera kamen bisher immer nur 5-7 Kinder, die nach und nach eingetrudelt sind, was die Planung am Anfang etwas erschwert hat, in La Loma und Reformadores dagegen betreuen wir eine Gruppe von ca. 20 Kindern. Die Arbeitszeit im Projekt ist recht kurz. Dadurch, dass wir aber z. B. in Bandera ganz auf uns alleine gestellt sind und auch in La Loma das ganze Programm planen und vorbereiten, sind wir doch sehr gut beschäftigt und haben bei der Gestaltung vom Projekt viele Freiheiten. Freitags und an ein paar Vormittagen unter der Woche räumen wir den Strand auf und bemalen die Palmen. Samstags werden wir immer wieder Aktivitäten mit den Kindern aus Reformadores mitgestalten. In Bandera arbeiten wir direkt am Strand, nach la Loma kommt man gut mit dem Bus, bisher wurden wir aber meistens sogar von Gabby hingefahren und Reformadores versuchen wir jetzt mit unseren neugekauften gebrauchten Fahrrädern zu erreichen.

An den Wochenenden haben wir bisher schon ein bisschen die Umgebung erkundet. Parrita, der nächstgelegene Ort an der Hauptstraße hat nichts besonders Schönes zu bieten, aber dafür einige Geschäfte und ein paar Obst- und Gemüsestände. Für kleine Tagesausflüge ist man aber in einer Stunde mit dem Bus in den touristischeren Städten Jacó oder Quepos. Von Quepos gelangt man in 40 Minuten zum National Park Manuel Antonio, wo man Faultiere, Affen, Agutis und wunderschöne Strände besichtigen kann. Man zahlt trotz Visa Dokumenten den gleichen Eintritt wie die Touristen, für die Tierwelt und den Regenwald lohnt es sich aber auf jeden Fall. Weitere schöne Ziele in der Umgebung, die man mit dem Bus erreichen kann, sind z.B. Dominical und die Cataratas Nauyaca. Letztes Wochenende haben wir uns ein Zelt im Maxi Pali gekauft und sind spontan für einen Wochenendtrip in das kleine Hippie-Dörfchen Dominical gefahren. Das Strandcampen und der Ausflug zu den Nauyaca Wasserfällen ist definitiv ein Muss.

Hola!

Mein Name ist Aline und ich werde ein Jahr lang als Freiwillige in dem Projekt „surfadaptado Costa Rica“ arbeiten.

Surf adaptado ist eine Organisation, welche Menschen mit einer körperlichen Behinderung unterstützt, indem sie Surfkurse anbieten bzw. Athleten mit einer körperlichen Behinderung dabei unterstützen an Wettkämpfen teilzunehmen.

Meine Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, jedoch auch gut und gerne sehr anstrengend. Dazu gehören Büroarbeit, wie z.B Fundraising & Verwaltung der Finanzen, oder auch die Verwaltung von Social Media, wie z.B Instagram. Jedoch auch viel körperliche Arbeit, wie das tragen der Surfbretter unserer Athleten etc.

Es ist eine wunderschöne Erfahrung mit so liebevollen Menschen wie der surfadaptado Familie zusammen zu arbeiten und helfen zu können.

Allein in dieser kurzen Zeit habe ich einen ganz anderen Blick auf vieles erlangt.

Vor allem, als ich für ein Wochenendaufenthalt in Nosara eine Unterkunft, welche barrierefrei ist gesucht und einfach nichts gefunden habe. In diesem Moment habe ich selbst zum Ersten mal darüber nachdenken müssen wie schwer das alles ist, wenn niemand einem hilft, z.B durch Barrierefreiheit. Obwohl das garnicht so schwer wäre denkt man darüber einfach nicht so nach, wenn man selbst keine Einschränkungen hat.

Die Surf adaptado Familie