Dieses Mal möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit einem neuen kleinen Projekt hier bei Visioneers in Berlin berichten. Ich wäre selbst nie auf die Idee gekommen meine Muttersprache in einem fremden Land zu unterrichten, aber tatsächlich darf ich seit 2 Wochen jeden Donnerstag Spanischunterricht geben und habe sogar das Gefühl, dass sich die Teilnehmenden einiges mitnehmen können.

Als ich die Idee des Spanischunterrichts vorschlug, war ich begeistert von der Möglichkeit anderen, interessierten Menschen die Kenntnisse meiner Muttersprache weitergeben zu können. Ein paar Tage davor wurde ich aber doch etwas nervös und wollte einen Rückzieher machen, haha! Und als es dann losging lagen die Nerven blank. Vielleicht, weil ich sowas noch nie gemacht habe und weil ich nicht so ein “Lehrertyp” bin. Letztendlich konnte ich wirklich genießen, lachen und hatte Spaß am unterrichten.

Als ich bei der Unterrichtsvorbereitung nach Themen und nach einer Art und Weise, wie ich unterrichten möchte, suchte, habe ich mich mich auf ein konkretes Konzept festgelegt. Interessant und auch etwas witzig ist aber, dass sich das alles während des Unterrichts komplett verändert hat. Das hat mich ein wenig philosophieren lassen, dass es im Leben viele Momente geben wird, in denen wir unsere Perspektive ändern oder uns an eine neue Situation anpassen müssen, um „flexibel“ zu bleiben. Auch wenn ich vor den Kursen oft unsicher war und am liebsten keinen Unterricht gegeben hätte, änderte sich meine Perspektive schnell und es hat letztendlich echt Spaß macht!

Quieres aprender Español?

So, da bin ich also wieder nach einem Drittel meines Jahres hier in Berlin! In der Zwischenzeit ist einiges passiert! Ich durfte die Herbstferienschule miterleben, habe an meinem Einstiegsseminar vom Freiwilligendienst teilgenommen, im Projekt Mobile-Jugend-Lernhilfe.Jetzt meine Nachmittage verbracht und ganz nebenbei einige tolle Freundschaften geschlossen!

Aber alles der Reihe nach:

Den September über habe ich durch die Mobile-Jugend-Lernhilfe.Jetzt die Bewohner:innen des Luisenstifts im Alter von 14 bis 17 Jahren bei schulischen Aufgaben betreut und gemerkt, wie viel Spaß mir dieser enge, tägliche Kontakt zu den Jugendlichen bereitet! Auch für die administrativen Aufgaben im Hintergrund, das Pflegen der Social Media Kanäle und interne Abläufe im Büro habe ich langsam ein Gespür entwickelt und mich immer vertrauter mit der Bearbeitung unterschiedlichster Aufgaben gefühlt.

Nach diesem September folgte ein aufregender Oktober, denn für mich ging es am 11. dieses Monats los, auf eine Reise nach Schmölen, wo mein Einstiegsseminar des Freiwilligendienstes stattfand. An diesem Seminar nahmen also ungefähr 25 Menschen gemeinsam mit mir teil, die ebenfalls einen Freiwilligendienst absolvieren und dementsprechend teilten wir nicht nur viele Interessen, sondern konnten uns auch wunderbar über unsere Erfahrungen austauschen! Ich freu mich auf unser nächstes Zusammentreffen und bin gespannt welche neuen Geschichten wir dann zu erzählen haben!

Auch die Herbstferienschule fand im Oktober statt, wobei sich die erste Woche leider mit meinem Seminar überschnitt, allerdings durfte ich die zweite Woche miterleben und war begeistert: Die Jugendlichen waren sehr motiviert Deutsch zu lernen, Gabriel, mein Mitfreiwilliger, und ich haben für die ganze Gruppe gekocht und auch das Nachmittagsprogramm hat nicht nur den teilnehmenden Jugendlichen Spaß gemacht! Freundschaften wurden geschlossen und einige Gesichter sehe ich hoffentlich auch in der nächsten Ferienschule wieder!

Im November sind für mich neben der täglichen schulischen Begleitung im Luisenstift noch weitere Nachhilfeschüler:innen zu mir ins Büro gekommen, denen ich Mathe- und Deutschnachhilfe erteile und ich habe mein eigenes Zimmer fertig eingerichtet. Auf allen Ebenen fühle ich mich inzwischen in Berlin und bei Visioneers angekommen und angenommen, verstehe mich sehr gut mit meinem Team und bin sehr gespannt, was die Zukunft noch bringt!

Der aktive Vulkan Poás ist eines der beliebtesten Ausflugszielein Costa Rica. In Alajuela gelegen, und somit einfach zu erreichen,bietet er eine einzigartige Natur und ist definitiv empfehlenswert.

Der Vulkan hat eine Höhe von 2708 Metern. Den Großteil des Weges

kann man jedoch mit dem Auto hochfahren und so bietet sich der

Vulkan auch für Familienausflüge an.

Einheimische bezahlen 1000 Colones für den Eintritt, Ausländerzahlen da etwas mehr – 15 Dollar.

Oben angekommen, bekommt man eine kleine Einweisung. Das Tragen eines Helmes ist während des Aufenthaltes obligatorisch, da der Vulkan jederzeit ausbrechen könnte. Die letzte Eruption war 2019.

Eigentlich hat man vom Aussichtspunkt einen perfekten Blick direkt auf den Krater. Leider gibt es aber oftmals Nebel und so muss man Glück haben, den Krater bei klarem Himmel zu erwischen.

Aber auch mit Nebel ist die Natur auf dem Weg zum Aussichtspunkt einzigartig.Um den Vulkan mit dem Wasserfall La Paz zu verbinden, lohnt es sich ein Auto zu nehmen.

Knapp eine halbe Stunde entfernt, ist es möglich den Wasserfall aus der Nähe zu betrachten – sogar kostenlos.

Wer abenteuerlustig ist, kann auch hinter dem Wasserfall Fotos machen oder auf den Steinen am See des Wasserfalls.

Einzigartig in der Region ist auch der ganzjährige Erdbeerverkauf an den Straßen. Frisch gekaufte Erdbeeren am Rande des Vulkans schmecken daheim noch besser als aus dem Supermarkt.

Neben Erdbeeren und Käse gibt es aber auch Kaffeeanbau in der Region.

Aufgepasst Starbucks-Fans: Auf dem Weg befindet sich die Finca für den Großkonzern. Hier kann man auch eine Kaffeetour machen, ist jedoch mit 50 Dollar nicht ganz preisgünstig.

Auf jeden Fall ist die Region Alajuela mit dem Vulkan Poás und dem Wasserfall La Paz ein Muss für jeden Naturliebhaber und lohnt sich allemal.

Gerade noch rechtzeitig haben wir an der Reißleine gezogen. Fast hätten wir die Feuerwehr Parrita, bei der wir aus dem Bus aussteigen sollten, übersehen. Um zu unserem neuen Zuhause zu gelangen, ist schon fast ein Auto oder Fahrrad nötig. 4 Kilometer geht es über Schotterwege durch die Palmenplantagen bis zu einer von ein paar Häusern gesäumten Straße die Richtung Meer führt. Dort steht das kleine rosarote Häuschen versteckt hinter der Pulperia von Bandera. Das war für Johanna und mich erstmal ein Schock raus aus der 10er WG beim Sprachkurs in Jaco und dem Trubel aus Turrialba, mitten auf´s Land in ein Dorf, das aus vielleicht höchstens 20 Häusern besteht, von denen bestimmt die Hälfte zum Verkauf steht. Glücklicherweise wohnen wir direkt am Hotspot des Dorfes. Hier in der Pulpería wird der ganze Dorfklatsch ausgetauscht und wir konnten schon die ersten Kontakte knüpfen. Unsere Nachbarsfamilie, die den Dorf Kiosk betreibt, ist für uns schon so etwas wie eine Gastfamilie geworden.

Beim Aufräumen am Strand mit der Dorfgemeinschaft

Die ersten Tage hatten wir frei, um uns etwas einzuleben. Am Anfang waren wir hauptsächlich damit beschäftigt unsere Wohnung mit Strandgut, Pflänzchen und einem selbstkonstruierten Sofa etwas aufzuhübschen, erstmal gründlich zu reinigen und nach Fahrrädern Ausschau zu halten, die den 40 minutigen Weg bis zur Bushaltestelle und zum Supermarkt etwas erleichtern sollten. Zwischendurch haben wir natürlich auch viel Zeit am Strand verbracht, der von unserer Wohnung aus in 10 Minuten zu erreichen ist. Ein ewig langer menschenleerer schwarzer Sandstrand gesäumt von Palmen und verschiedenen Sitzmöglichkeiten unter den Palmblättern. Die ersten Tage waren wir schon damit beschäftigt, dass Volleyballnetzt zu flicken mit der Hoffnung ein paar Kontakte zu Gleichaltrigen durchs Beachen zu bekommen. Sonntags wirkt der Strand wie verwandelt, mit all den Menschen, die aus der Umgebung fürs Familienpicknick an die Strände kommen. Außer der Pulpería gibt es dann noch die Strandbar, die aber abgesehen von uns beiden, auch nur am Wochenende Besuch bekommt.

So einsam, wie es klingt, ist das Dorfleben aber eigentlich gar nicht, im Gegensatz zu größeren und touristischen Städten wie Jacó oder San José kommt man hier sehr schnell mit den Einheimischen in Kontakt und ist innerhalb von ein, zwei Tagen schon im ganzen Dorf bekannt. Unsere Nachbarsfamilie hat uns auch schon öfters mit dem Auto abgeholt oder in die Stadt gefahren. Wir durften Schildkrötenbabys am Strand aussetzten und nachts die Eier der großen Schildkröten einsammeln. Schon in der zweiten Woche wurden wir zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Durch die Gespräche am Tisch vor der Pulpería lernen wir immer mehr der Bewohner von Bandera kennen, können gut unser Spanisch üben und das Pura Vida leben.

Pura Vida war in den ersten Tagen auch das Motto bei unserer Arbeit. Am Montag sollten wir eigentlich bei UNO+ beginnen, letzten Endes war aber der Donnerstag erst unser erster richtiger Arbeitstag. Beim Kaffeetrinken hat Doña Gaby, unsere Chefin, erst einmal unseren Arbeitsplan entworfen. Wir arbeiten an drei verschiedenen Standorten. Montags und Dienstag sind wir mit den Kindern alleine in Bandera, mittwochs arbeiten wir in Reformadores, Parrita und donnerstags in La Loma. Unsere Aufgabe ist es, den Kindern etwas Englisch Nachhilfe zu geben und uns Bastelaufgaben, Spiele und andere Projekte für die 3-stündige Nachmittagsbetreuung zu überlegen. Die Kinder sind zwischen 5- 12 Jahre alt. Zu Beginn ist es noch etwas schwierig, da ein paar noch nicht schreiben können und unser Spanisch auch noch nicht gerade das Beste ist.

Die Gruppen in den verschiedenen Orten sind unterschiedlich groß: In Bandera kamen bisher immer nur 5-7 Kinder, die nach und nach eingetrudelt sind, was die Planung am Anfang etwas erschwert hat, in La Loma und Reformadores dagegen betreuen wir eine Gruppe von ca. 20 Kindern. Die Arbeitszeit im Projekt ist recht kurz. Dadurch, dass wir aber z. B. in Bandera ganz auf uns alleine gestellt sind und auch in La Loma das ganze Programm planen und vorbereiten, sind wir doch sehr gut beschäftigt und haben bei der Gestaltung vom Projekt viele Freiheiten. Freitags und an ein paar Vormittagen unter der Woche räumen wir den Strand auf und bemalen die Palmen. Samstags werden wir immer wieder Aktivitäten mit den Kindern aus Reformadores mitgestalten. In Bandera arbeiten wir direkt am Strand, nach la Loma kommt man gut mit dem Bus, bisher wurden wir aber meistens sogar von Gabby hingefahren und Reformadores versuchen wir jetzt mit unseren neugekauften gebrauchten Fahrrädern zu erreichen.

An den Wochenenden haben wir bisher schon ein bisschen die Umgebung erkundet. Parrita, der nächstgelegene Ort an der Hauptstraße hat nichts besonders Schönes zu bieten, aber dafür einige Geschäfte und ein paar Obst- und Gemüsestände. Für kleine Tagesausflüge ist man aber in einer Stunde mit dem Bus in den touristischeren Städten Jacó oder Quepos. Von Quepos gelangt man in 40 Minuten zum National Park Manuel Antonio, wo man Faultiere, Affen, Agutis und wunderschöne Strände besichtigen kann. Man zahlt trotz Visa Dokumenten den gleichen Eintritt wie die Touristen, für die Tierwelt und den Regenwald lohnt es sich aber auf jeden Fall. Weitere schöne Ziele in der Umgebung, die man mit dem Bus erreichen kann, sind z.B. Dominical und die Cataratas Nauyaca. Letztes Wochenende haben wir uns ein Zelt im Maxi Pali gekauft und sind spontan für einen Wochenendtrip in das kleine Hippie-Dörfchen Dominical gefahren. Das Strandcampen und der Ausflug zu den Nauyaca Wasserfällen ist definitiv ein Muss.

Hola!

Mein Name ist Aline und ich werde ein Jahr lang als Freiwillige in dem Projekt „surfadaptado Costa Rica“ arbeiten.

Surf adaptado ist eine Organisation, welche Menschen mit einer körperlichen Behinderung unterstützt, indem sie Surfkurse anbieten bzw. Athleten mit einer körperlichen Behinderung dabei unterstützen an Wettkämpfen teilzunehmen.

Meine Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, jedoch auch gut und gerne sehr anstrengend. Dazu gehören Büroarbeit, wie z.B Fundraising & Verwaltung der Finanzen, oder auch die Verwaltung von Social Media, wie z.B Instagram. Jedoch auch viel körperliche Arbeit, wie das tragen der Surfbretter unserer Athleten etc.

Es ist eine wunderschöne Erfahrung mit so liebevollen Menschen wie der surfadaptado Familie zusammen zu arbeiten und helfen zu können.

Allein in dieser kurzen Zeit habe ich einen ganz anderen Blick auf vieles erlangt.

Vor allem, als ich für ein Wochenendaufenthalt in Nosara eine Unterkunft, welche barrierefrei ist gesucht und einfach nichts gefunden habe. In diesem Moment habe ich selbst zum Ersten mal darüber nachdenken müssen wie schwer das alles ist, wenn niemand einem hilft, z.B durch Barrierefreiheit. Obwohl das garnicht so schwer wäre denkt man darüber einfach nicht so nach, wenn man selbst keine Einschränkungen hat.

Die Surf adaptado Familie

Allen, die noch nie in Costa Rica waren, würde ich sagen: Packt eure Taschen und kommt her! Denn hier ist es einfach nur großartig! Und grün!!

Nach unserem Einführungsseminar kam ich hier an diesem tollen Ort an. Es sind nicht nur die Menschen hier die einen derartig beeindrucken, sondern die Stimmung, die Liebe, der Elan, der einem entgegenschwingt. Die Personen die hier arbeiten, arbeiten aus dem Herzen heraus.

Mit jeweils 10-14 Kindern pro eines der drei Casas (Häuser) besteht das Waisenhaus aus einem riesigen Grundstück. Die Ältesten, also 4 bis 10-Jährigen sind in Casa 1 zu finden. Die meisten gehen hier zur Schule. In Casa 2 wohnen, genauso wie in Casa 3, die Jüngeren, also 1 bis 5-jährige. Ich selbst arbeite in Casa 3.

Habe ich eigentlich schon das gigantische Grundstück erwähnt? Neben den Casas von den Kindern befindet sich hier noch ein Büro, eine Vorschule, kleinere Häuser zum Wohnen für Freiwillige wie mich, 6, wenn nicht sogar mehr, Spielplätze, ein Spielschloss mit Sandkasten, viele kleinere Sitzmöglichkeiten, ein zentraler überdachter Pavillon, zwei Schwimmbecken und neben all diesem Zeug auch noch super viel Platz in der Natur. Es ist wie ein einziger, riesiger Park! Die bereits angesprochenen Spielplätze sind entweder groß mit Rutschen, Schaukeln und insgesamt 2 Trampolinen, oder bestehen aus selbstgebauten Schaukeln aus Reifen, Kisten und Quergelegten Tonnen. Mich inspirieren gerade diese selbstgebauten Orte sehr viel mehr als die gekauften Superspielplätze. Denn das ist es, was meiner Meinung nach die Kreativität bei den Kindern weckt, was ihnen Inspiration gibt. Das ist es, was sie in ihrem Leben sehr viel glücklicher machen wird. Was denkt ihr?

Es mag die Liebe sein, die Freude oder die Spielplätze, aber diese Kinder hier sind einfach unglaublich. Klar. Sie sind teilweise durch Situationen gegangen, die man sich nicht träumen mag. Sie haben Dinge erlebt, die die meisten nie in ihrem

Leben erfahren. Sie mussten sich mit so vielen unschönen Dingen herumschlagen, dass man meinen könnte, dass sie das auf ihren kleinen, unschuldigen Schultern nicht tragen können. Und ja, diese Kinder haben mit Gedanken zu kämpfen, diese Kinder haben mit Verhaltensmustern zu kämpfen, aber dennoch, trotz alledem, haben sie die Freude am Leben nicht verloren. Trotz alledem sind sie offen, rennen auf dich zu, obwohl sie dich noch gar nicht kennen, umarmen dich, lachen bis sie am Boden liegen und sind einfach… Kinder.

Einen geregelten Tagesablauf zu haben hilft dabei dennoch extrem. Der sieht hier in Casa 2 und 3 wie folgt aus:

Nach dem Aufstehen wird gebadet, man zieht sich an, es gibt Frühstück. Im Anschluss wird einem nach dem anderen die Zähne geputzt, während sich die anderen entweder vor dem Fernseher oder draußen in der Spieleecke aufhalten.

Um 8.30 Uhr verlassen alle das Haus. Im Pavillon beginnt jetzt der Bibelkreis. Früher waren hier anscheinend immer alle Kinder aus allen Häusern zusammen, wegen Corona teilen sich die Häuser aber die Tage auf. Ein Haus ist also nur alle 3 Tage für diese Zusammenkunft vorgesehen. Hier wird gebetet, gesungen, getanzt, Spiele gespielt und Gottes Liebe für jeden Einzelnen verdeutlicht.

Die Kinder teilen sich danach oder, sollte der Bibelkreis für das Haus an dem Tag nicht stattgefunden haben, direkt in zwei gleichmäßigen Gruppen auf die 2 Tías auf, meistens sind die Jüngeren in einer und die Älteren in der anderen Gruppe. Natürlich darf auch der Vormittagssnack (Merienda) nicht fehlen!! Der wird auf dem Weg selbstverständlich bei der Küche abgeholt und sofort in Form eines Picknicks verschmaust.

Seit meiner zweiten Woche habe ich immer mit 2 Kindern eine eigene Gruppe aufgemacht und konnte allein mit ihnen arbeiten. Ab jetzt wird gespielt, gebastelt, gemalt, gesungen, getanzt. Je nachdem was sich die Tía für den Tag ausgedacht hat.

Mittagsessenszeit ist gegen 11/11.30 Uhr. Es finden sich also alle Gruppen wieder in ihrem Haus zusammen. Hände werden gewaschen, Die Kleinen werden mit Lätzchen in die Hochstühle gesetzt, die anderen an den Tisch. Das Essen wird aufgefahren. Wer fertig ist bekommt sein „Refresco“, ein Erfrischungsgetränk, wer leer gegessen hat, bekommt einen Nachtisch.

Nach dem Essen sollst du ruhen, oder tausend Schritte tun.

Hier wird sich natürlich fürs Ruhen entschieden! Der Fernseher wird wieder angemacht, egal, ob Paw Patrol, PJMasks, oder irgendwas anderes, YouTube und Netflix gibt es her. Während dieser Fernsehrunde werden hier auch wieder alle Zähnchen geputzt.

Nun werden die Decken auf dem Boden ausgebreitet, und auf Sofa und Boden schlafen einer nach dem anderen fast alle ein (Jep, auch die Tías müssen hin und wieder mal ein Nickerchen machen :))

Habt ihr auch gerade gedacht, dass schon lange nicht mehr gegessen wurde??? Das ist nämlich der nächste Step des Tages. Gegen 13/13.30 Uhr gibt es den Nachmittagssnack (ebenfalls Merienda genannt), der am Tisch draußen hinter

dem Haus eingenommen wird. Der Zucker weckt auch noch das letzte Kind auf, sodass alle mit vollem Magen und happy zum nächsten Spielplatz über dem Haus rennen, sollte es nicht schon wieder angefangen haben zu regnen. Wenn das noch nicht der Fall ist, wird es das aber in den nächst 10 Minuten sein. Der Regen fängt an und meine bisherige Arbeitsschicht endet um 15.00 Uhr.

Himmel morgens, wenn ich mit Regenschirm zur Arbeit laufe, weil ich weiß, dass es nachher schüttet…

Für mich geht es so weiter, dass ich mit Regenschirm zu meinem Häuschen laufe, und mir denke, wie gerne ich doch da raus gehen würde, einkaufen, shoppen, die Stadt erkunden… aber der Regen vermiest mir diese Ideen komischerweise ein bisschen.

Auch mit telefonieren ist aufgrund der 8h Zeitverschiebung ein wenig problematisch.

Seit meine Mitbewohnerinnen da sind, habe ich jedoch sehr viel mehr zu tun, wir kochen, gehen auch im Regen mal raus und leben uns hier sehr gut ein!

Vor allem die Wochenenden geben sehr viel her. Ob Putzen und Waschen oder neue Leute treffen und Kontakte knüpfen oder mit in die Kirche gehen und spontan zu Mittagessen eingeladen werden, so viele Verabredungen für die Zukunft habe ich schon lange nicht mehr gehabt!

Falls ihr mehr über mein Jahr erfahren wollt, schaut gerne mal auf meinem Blog vorbei: https://neuhauspaula.wixsite.com/paulasneueshauscr

Viele Grüße nach Deutschland!!!

!PURA VIDA!

Im Sommer 2018 begann meine aufregende Zeit als Freiwillige in Costa Rica (damals allerdings nicht mit Visioneers, sondern einer anderen deutschen Aussende-Organisation). Auf einem Vorbereitungsseminar lernten wir die anderen Freiwilligen kennen, mit denen wir in die ganze Welt ausgesendet wurden. Auch einige ehemalige Freiwillige waren dabei, um beim Seminar zu unterstützen und ich weiß noch, wie ich dachte „so was könnte ich nicht“.

Diesen Sommer, 3 Jahre später, landete ich bei Visioneers… dieses mal allerdings auf der anderen Seite, nämlich als Praktikantin – um genau das zu machen, was ich mir damals nie zugetraut hätte. Gemeinsam mit Natascha durfte ich die neuen deutschen Freiwilligen begleiten, die dieses Jahr nach Costa Rica ausreisten und ebenso die costa-ricanischen Freiwilligen, die ihren Freiwilligendienst hier in Deutschland machen.

Ich startete mein Praktikum direkt mit dem Vorbereitungsseminar der Freiwilligen und bekam so auch Gesichter zu all den Namen, denen ich in den folgenden Monaten gefühlt tausend Mails schreiben würde. Es war so schön, die Vorfreude in den Augen der Freiwilligen zu sehen und diese aufregende Zeit mit ihnen teilen zu dürfen. Auch wenn das für mich bedeutete, dass ich viel Bürokratie machen durfte, die bei einem Freiwilligendienst (oft im Hintergrund) so läuft. Formulare ausfüllen, Listen schreiben, mich um Verträge kümmern und immer irgendwie die richtigen Informationen an die richtigen Stellen weiterleiten.

Das konnte manchmal sehr kompliziert und stressig werden aber trotz allem hat es mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich liebe es, zu planen und zu organisieren, was in der Freiwilligenarbeit definitiv das A und O ist. Außerdem habe ich super viel Zeit mit den costa-ricanischen Freiwilligen verbracht und konnte so mit ihnen viel Spanisch üben und Deutschland nochmal mit neuen Augen entdecken.

Die Zeit verging wie im Flug und jetzt geht mein Praktikum auch schon wieder dem Ende zu. Es ist unglaublich, wieviel ich in diesen 3 Monaten lernen durfte und was für wunderbare Menschen ich kennengelernt habe. Ich werde euch vermissen! Auf ein baldiges Wiedersehen 😉

Hallo, mein Name ist Jordy und ich bin vor zweieinhalb Monaten nach Deutschland gekommen. Von der Zeit, die ich hier verbracht habe, möchte ich euch ein wenig von meinen bisherigen Erfahrungen berichten.

Ich kam am 27. Juli in Deutschland an. Da ich zum ersten Mal das Land verlassen habe, war die Reise zwar anstrengend, aber gleichzeitig auch aufregend. In meiner ersten Woche hatte ich meine Quarantäne, danach hatte ich mein erstes Weltwärts-Seminar, was mir sehr gut gefallen hat, da ich neue Leute kennengelernt habe, ein bisschen Deutsch gelernt habe und dank der verschiedenen Themen des Seminars neues Wissen erlangt habe. Nach dem Seminar begann die eigentliche Arbeit, sowohl auf der Baustelle als auch im Büro von Visioneers.

Arbeit im Visioneers-Büro:

Im Büro arbeite ich im IT-Support, etwas, das ich studiert habe und das mir auch sehr gut gefällt. Ich mag Büroarbeit, weil ich helfen kann, technische Konflikte zu lösen, Konten zu erstellen, E-Mails zu verschicken, neue Computer zu installieren, Formatierungen vorzunehmen und all die verschiedenen Programme zu installieren, die im Büro verwendet werden. Im Allgemeinen arbeite ich gerne mit jeder Art von Technologie oder technischen Geräten. Im Büro herrscht eine angenehme Atmosphäre, meine Kollegen sind fleißig und nett, ich verbringe gerne Zeit dort.

Arbeit auf der Baustelle:

Meine Arbeit auf der Baustelle begann drei Wochen nach meiner Ankunft in Deutschland. Inzwischen der anfänglichen grauen Farbe und dem strengen Geruch von Zement arbeiteten wir zwei Monate lang mit Mühe und Hingabe, um die ersten Ergebnisse von WS1 (Workshop 1) zu sehen, die nun zu 100 % fertiggestellt sind. Die Art von Instrumenten, die ich in diesen fast zwei Monaten verwendet habe, hatte ich noch nie zuvor benutzt. Meine Erfahrungen damit waren gut und interessant.

Wir, ich und ein paar Freunde, saßen in der Nacht vor meiner Abreise auf der Bottmühle, einer ehemaligen Wind- und Getreidemühle in der Kölner Altstadt-Süd, die seit einigen Jahrzehnten den Falken gehört und als politische Jugendeinrichtung verwendet wird. Die Höhe und geographische Lage des Turms bietet einen wunderbaren Ausblick und ein schönes Ausklingen meines letzten Tages in Köln. Durch die kühle Nachtluft und leeren Straßen Kölns, an einem sehr frühen Dienstag Morgen, ging es ausnahmsweise mit dem E-Roller nach Hause, um die letzten Stunden Schlaf noch zu bekommen. Woraus dann im Endeffekt, durch ein komisches Gespräch um 3 Uhr morgens mit einem Bankmitarbeiter der Comdirect, zweiundhalb Stunden wurden.Trotz übermüdeter Laune und zweimal Umsteigen in Amsterdam und Panama City, war die Reise von Düsseldorfer Flughafen, vermutlich durch die Aufregung und Spannung, gut auszuhalten.


Atlantischer Ozean-Nord, 14/09/21

Es gab ein paar Komplikationen an der Migration mit dem Gesundheitspass, da wir etwas falsch ausgefüllt hatten, uns die Mitarbeiter aber auch nicht so recht sagen konnten was. Überwältigt von einer Feuchtigkeitswelle, galt es erstmal die Ankunft zu verarbeiten. Abgeholt wurden wir mit dem Auto von Don Carlos, einem Mentor und Koordinator von unserer Organisation Visioneers in Costa Rica. Also Koffer auf den Schoß und ab ging es zum Hostel nach Heredia, das nördlich der Hauptstadt San José liegt.

Dort konnten wir fünf schonmal für die ersten zwei/drei Tage die Gegend unsicher machen, bevor die nächsten Freiwilligen Donnerstag und Freitag aus Berlin, München und Frankfurt kamen. Uns schonmal ein bisschen einleben, den Bus in die Stadt, zum Basketballplatz und zum Nationalpark fahren.


Heredia, 17/09/21

Einige Sachen praktisch ausprobieren, die wir in den Seminaren zuvor in Deutschland besprochen hatten. Kommunikation und Austausch ist enorm wichtig, wenn man keinen Plan hat, Hilfe und am besten direkt eine Antwort braucht. Da es also kein visualisiertes Busnetz mit Abfahrtsplänen gibt und Bushaltestellen im Durcheinander der Stadt so gut wie nicht zu sehen sind, fragt man am besten direkt die Busfahrer. Nun ist es so, dass jeder Busfahrer in irgendeine Richtung zeigt, dich sofort abwingt und bittet aus dem Bus zu steigen. Das unsympathische Abwinken bekommt man tatsächlich, weil jeder Bus eine Schranke enthält, die die Personen zählt und das Geld mit den Passagieren am Ende des Tages vom Arbeitgeber abgeglichen wird.Unsere Gruppe, als zweiter, kleinerer Teil, hatte vier Tagen Seminar mit Krissia, die für Visioneers und die Freiwilligen mit Don Carlos quasi alles organisiert, was die Freiwilligeneinsätze angeht. Es ging um Stereotypen der costa ricanischen und deutschen Kultur, Do´s und Don´ts im Land und unsere Erwartungen an das Jahr. Woran mir gefallen hat, dass wir unsere Erwartungen jeweils leise schriftlich, als auch visuell zu Blatt gebracht haben und dadurch unsere Gedanken und Launen einfach laufen lassen konnten.

Ich habe öfter beim Schreiben meinen Aufenthalt in 2016 als Urlaub mit meinem jetzigen Aufenthalt für ein Jahr verglichen. Damit kann man sich ganz gut visualisieren, was anders sein wird und wie man sich das Jahr vorstellt. Natürlich ist es was ganz anderes, trotzdem spielt der Besuch meiner Familie eine Rolle und das Erkunden dieses sc

hönen Stücks Erde. Unzählige Tierarten behausen die costa ricanischen Wälder, die 5% der weltweiten Vegetation ausmachen, wobei Costa Rica mit seiner Fläche insgesamt nur 0,03% der Erde bedeckt. Also ganz schön viel zu sehen und zu erleben. Wozu aber vor allem dieses mal die Menschen und die Kultur beitragen, von der ich mir erhoffe zu lernen und zu erfahren. Es gibt so viele Leute, Kinder mit dem Interesse andere Menschen zu sehen, sie kennenzulernen, sich auszutauschen, zu erzählen. Mal schauen, vielleicht verguckt man sich in einen beruflichen Zweig, den man nachgehen kann.


San José, 23/09/21

Nach einer Woche trennten sich die Freiwilligen in zwei Sprachkurse nach Turrialba und nach Jacó. Einige sind sofort in die Projekte. Ein Freiwilliger und ich hatten die Möglichkeit, meine Großeltern in San José zu besuchen. Es hat meine Großeltern und mich sehr gefreut, uns wieder zu sehen. Was uns dann alles um einiges erleichtert hat war, dass sie uns 4 Stunden zu unserer Wohnung nach Santa Cruz in der Provinz Guanacaste gefahren haben. Noch einmal mit dem Auto fett eingekauft, das erste mal eine dreiviertel Stunde zum nächsten Strand getuckert und dann waren wir auf uns allein gestellt.


Santa Cruz, 01/10/21

Ich bin ehrlich, die Wohnung kam und kommt mir schon sehr einfach und eng vor, auch wenn wir anfangs nur zu zweit waren. Dadurch, dass ich immer unterbewusste und automatisch leichte Erwartungen habe, wurden sie tatsächlich auch etwas gebrochen. An sich ist unsere Unterkunft aber ganz schön und süß und ich bin glücklich, dass wir hier unsere Residenz haben.

Ich mag das Alleinsein, aber ich fühle auch sehr oft, dass Gesellschaft für mehr Geborgenheit und Sicherheit sorgt. Wenn man nicht in einer Gastfamilie lebt, was auch ok ist, brauche ich zumindest für ein paar Stunden am Tag jemanden, mit dem man sich unterhalten und die Gegend unsicher machen kann. Apropos, die Fahrräder, die wir von unseren Vermietern zu Verfügung gestellt bekommen haben, sind bei jedem Ausritt in Gebrauch. Vor allem für die gute 3 km in die Stadt zum Projekt, ins Fitnessstudio, zur Busstation, in den Supermarkt oder wenn dir einfach mal bellende Hunde 30 Meter hinterher rennen und dein Herz dir kurz in die Hose rutscht, macht es sich sehr gut.

Dadurch das mein compañero, mit dem ich wohne, und ich beide mit Spanisch zweisprachig aufgewachsen sind, haben wir es wirklich sehr viel einfacher uns zu integrieren und anzukommen. Wenn man mal, abseits von einfach mit Einheimischen Spanisch zu reden, darüber nachdenkt, wie wichtig und hilfreich in vielen Weisen die Sprache ist, wertschätzt man es wirklich. Abgesehen von der Sprache merkt man aber wirklich wie offen, hilfsbereit und spontan viele Leute hier sind. Da ich hier neu bin, alles neu ist und die ganzen Veränderungen genieße, gefällt mir das sehr, mit vielen Leuten zu sprechen. Zu fragen, wo es Töpfe oder Kühlpacks gibt. Gesprächsfreudige Kinder in einem Vorgarten zu fragen, ob ihre Eltern ein Taxi rufen können. Oder in ein Fitnessstudio zu spazieren, in dem die Geräte noch vom letzten Jahrhundert da stehen und der Besitzer in einer Ecke des Studio auf einem Röhrenfernseher Fußball guckt und zu einem hingeht und erzählt, wie viel er mal bei dieser Übung gedrückt hätte. Herrlich.


Centro Cívico Por la Paz Santa Cruz, 06/10/21

Mein Projekt, das Centro Cívico Por la Paz Santa Cruz, das Bürgerzentrum für den Frieden in Santa Cruz also, steht für Diversität, Inklusion, Multikulturalität, Gleichheit, Transformation und Co-Creation. Es ist ein sehr großes Grundstück, mit einem Hauptgebäude, das mit mehreren Räumen und Sälen unter anderem Platz für Kunst, Theater, Musik, Literatur bietet. Es finden Workshops statt, es wird unterrichtet. Es wird darauf Wert gelegt, dass jeder mithilft und mit eigenen Workshops seine Talente und sein Wissen anderen übermittelt.Am ersten Tag meines Projektes, nach dem mir meine Leiterin die Einrichtung gezeigt hat, habe ich zum Beispiel einen Einblick erhalten, wie man traditionelle costa ricanische Masken macht und habe dort für eine Woche mitgemacht. Die sogenannte mascarada tradicional costarricense hat ihren Ursprung in der Kolonialzeit und wird in verschiedenen Größen (auch in mehreren Metern hoch) auf Festumzügen benutzt und repräsentieren karikaturisch bekannte Urbilder oder historische Figuren. Heutzutage in Costa Rica sind das eher humoristische, fiktive Gesichter.Richtig loslegen und mithelfen konnte ich aber zuerst nicht. Wir haben direkt geschaut, was ich denn anbieten könnte und haben schonmal einen Deutsch- und Skatekurs anvisiert. Die ersten zwei Wochen bestanden also, bis ich nach vier Tagen umgeknickt bin, aus Skaten und Vorbereiten meines Arbeitsplans und Deutschkurses. Zumal meine Chefin auch vier Tage von den ersten anderthalb Wochen nicht da war, war ich auf mich alleine gestellt und da schien mir die Vorbereitung noch etwas leerer. Ich nahm mir die Zeit, um diesen Text zu schreiben. Erwartet hatte ich aktivere erste zwei Wochen, mit mehr Kontakt zu den Kindern und ein familiäreres Zusammenkommen. Der erste Eindruck war tatsächlich eher, dass die Kinder und teilweise auch Erwachsene zu vorangemeldeten Kursen gehen und auch ausschließlich für diesen einen Kurs am Tag in die Einrichtung kommen. Was nicht die Freundlichkeit von den Leuten abschreibt. Zu Gesprächen und Austausch kam es aber anfangs nur mit Mitarbeitern, mehr als mit Kindern und Jugendlichen.


Playa Carillo, 14/10/21

Nach Ankunft von zwei weiteren Freiwilligen bei uns in der WG, von denen einer mit mir im Projekt ist, haben wir uns zusammen etwas intensiver mit unserem Arbeitsplan und den Vorbereitungen unseres Deutschkurses auseinandergesetzt. Zu zweit hat man mehr Ideen, man kommt schneller voran und beide Beteiligte sind up to date was die Vorbereitungen angehen. Viel los war in der Einrichtung, neben Security und Putzkräften, vor allem vormittags nicht. Uns war klar, dass wir unsere Arbeit selbst organisieren und vorbereiten mussten. Im Centro Cívico, als eine Einrichtung mit freiwilliger Teilnahme, gilt es, Teilnehmende anzuwerben und sie zu überzeugen, mit dabei zu sein.Deutlich mehr Sicherheit und Vorstellung unserer Arbeit gab uns nochmal ein Gespräch mit unserer „Chefin“. Sie ist Koordinatorin für das ganze Programm der Jugendeinrichtung und eine aufgeweckte und lustige Frau, die wie oft – wie in Lateinamerika üblich – Späße über andere macht. Dieses Gespräch klärte jedenfalls die Zeiten für unseren Deutsch- und Englischkurs und die Unwissenheit über weitere mögliche Aktivitäten für uns. Die Tage zuvor, an denen unserer Leiterin nicht vor Ort war, schienen wir ein wenig bedenklich, ob das Projekt doch etwas sein wird. Das Centro Cívico Por la Paz, was immer noch als Projekt gilt, von dem ich was anderes erwartet hatte, scheint nun aber etwas vertrauter. Der häufige Kontakt mit den Kindern, den ich mir erhofft habe, wird wahrscheinlich nicht zustande kommen. Aber mit Sicherheit viel Erfahrung, was vor allem Selbstinitiative, Eigenengagement und Lehren anbelangt.Im Allgemeinen bin ich natürlich unglaublich dankbar und glücklich, dass die ganze Reise und das Sammeln von so viel Erfahrung möglich ist und freue mich sehr auf die kommende Zeit.

Auf bald und hasta luego, mae!

Hallo, ich heiße Katherine und bin Freiwillige im Jojo Kindergarten.

Meine Tage sind ziemlich ereignislos. Ich komme um 8 Uhr morgens an. Sobald ich ankomme, hänge ich die trockene Wäsche vom Vortag ab und räume das Geschirr weg, das ebenfalls am Vortag gewaschen wurde.

Danach fange ich zusammen mit dem anderen Freiwilligen an, das Frühstück zu machen, das um 9 Uhr serviert wird, aber es ist sehr einfach – etwas Brot, Käse und Gemüsesorten. Wenn wir mit dem Frühstück fertig sind, geht der andere Freiwillige los, um die Kinder zu begrüßen. Ich kontrolliere ob Wasser für das Frühstück da ist, um in den Park zu gehen und die Tische zu bedienen.

Nach dem Frühstück räume ich den Speisesaal auf, spüle das Geschirr, räume alles weg, falte und ordne die trockene Wäsche und beginne mit den Vorbereitungen für das Mittagessen.

Gegen 10:30 Uhr gehen die Kinder in den Park, manchmal gehe ich mit ihnen, an anderen Tagen bleibe ich und helfe Fatma (der Köchin) bei allem, was sie braucht. Nach dem Mittagessen räume ich wieder auf, spüle das Geschirr und bereite alles für den Nachmittagsimbiss vor.

Während die Kinder ihren Imbiss einnehmen, bringe ich den Müll raus und stelle neue Tüten für den nächsten Tag auf. Am Ende der Nachmittagsjause und damit auch des Tages, räume ich noch einmal auf, spüle ab und mache die Wäsche. Ich verabschiede mich von den übrigen Kindern und gehe nach Hause.

Ah natürlich, und in meiner Freizeit spiele ich auch mit den Kindern.