Luz de Vida ist eine Organisation in Peru und unterteilt in vier Programme, die sich für Jugendliche und junge Erwachsene ohne familiäre Unterstützung einsetzt.

Die Organisation verfügt unter anderem über insgesamt drei Wohnungen für junge Erwachsene, die zuvor in Kinderheimen gelebt haben. Zwei davon sind für je maximal neun Frauen und befinden sich in dem Haus, in dem auch ich untergebracht bin. Die dritte Wohnung ist für maximal vier Männer und liegt gegenüber. Das Ziel ist es, ihnen beim Übergang in ein eigenständiges Leben zu helfen.

Dieses Projekt ist ausgelegt auf drei Jahre in der Wohngemeinschaft. Danach erhalten die jungen Menschen weiterhin etwas Unterstützung und haben Bezugspersonen. Diesen Monat wurde eine Frau offiziell verabschiedet, ein anderer Bewohner hat von einem Tag auf den anderen Bescheid gegeben, dass er jetzt geht, und eine weitere Frau ist an diesem Wochenende ohne Ankündigung ausgezogen. Es ist seltsam, diese Personen nicht wiederzusehen.

Ich war überrascht von der Größe des Hauses von Luz de Vida, das insgesamt fünf Stockwerke inklusive Erdgeschoss hat und ein Dach mit einer tollen Aussicht. Zusätzlich zu den Büroräumen und einem Saal für Meetings oder Veranstaltungen gibt es auch Räume für Freiwillige. Mein Zimmer befindet sich in der Nähe der Büroräume. Luz de Vida hilft außerdem bei der Organisation anderer Aktionen, wie zum Beispiel in meiner ersten Woche einer Aktion von Medical Servants International.

Ich bin nach einigen Problemen am späten Freitagabend angekommen, wurde nett begrüßt und am Samstag kam die Gruppe Freiwilliger aus den USA an, die größtenteils kein Spanisch sprach. Plötzlich war ich die Übersetzerin. Von Montag bis Freitag waren wir an unterschiedlichen Orten und es wurden verschiedene medizinische Stationen angeboten. Durch diese Aktion habe ich Teile der Stadt kennengelernt, an denen ich sonst nicht gewesen wäre, und ich habe Gleichaltrige von hier getroffen, die beim Übersetzen geholfen haben.

Auch wenn meine erste Woche etwas turbulent war, bin ich dankbar für diese Erfahrung und dafür, dass ich direkt so viele freundliche Menschen kennenlernen konnte. In der darauffolgenden Woche, meiner ersten richtigen Woche im Projekt, habe ich mich zunächst ein wenig verloren gefühlt, weil ich meinen Platz erst noch finden musste. Dabei bin ich durchgängig von sehr lieben Menschen umgeben, die mich prima aufgenommen haben und unterstützen.