Mit Eseln, Musik und Theater in Spanien

Updated: Nov 10, 2021

Etwas mehr als zwei wunderschöne Wochen habe ich in diesem Jahr 2021 in Spanien in Sierra Norte de Madrid verbracht. Dort hatte ich durch den European Solidarity Corps die Möglichkeit, acht wundervolle Menschen kennen zu lernen – aus unterschiedlichen Ländern: Frankreich, Türkei, Italien, Brasilien und Spanien. Gemeinsam hatten wir das Ziel, in unserem Projekt, Donkey Caravan, eine Show zu kreieren und diese anschließend an unterschiedlichen Orten aufzuführen. Wie man vielleicht merkt, stecken in dem Namen des Projekts weitere Teilnehmer, um die wir uns die gesamte Zeit gekümmert haben, die zwei Esel Ringo und Jerezano. Die beiden waren von Beginn an an unserer Seite und haben uns bis zum Schluss begleitet.



Die ersten zehn Tage haben wir in einem Haus mitten in der Natur in der Nähe von Gargantilla del Lozoya verbracht. Unser Tag startete meist mit einer Runde Yoga und einem ausgiebigen Frühstück. Anschließend haben wir für unsere Show geübt, welche unsere Campleiter selbst geschrieben hatte. Thematisch ging es um griechische Mythologie und die Umwelt. Wir haben Theater gespielt und das Ganze mit Musik begleitet. Jede:r konnte sich in unterschiedlicher Weise einbringen, wo auch immer seine oder ihre Stärken lagen.


Das Kochen nahm bei uns immer viel Zeit in Anspruch und wir haben viele typische Gerichte aus den unterschiedlichen Ländern der Teilnehmer:innen probiert. Anschließend haben wir immer draußen unter den Pinienbäumen gemeinsam gegessen. In der Nähe des Hauses ist ein Fluss, den wir am Nachmittag oft besucht haben.



Unsere erste Show haben wir in einer Campinganlage in der Nähe aufgeführt, mit vielen begeisterten Kindern, aber auch Erwachsenen. Ein Highlight hier waren für uns tatsächlich die warmen Duschen, denn in unserem Haus mit Solarenergie hatten wir meistens nur kaltes Wasser. Das Haus war klein, sodass wir wenig Privatsphäre hatten, was für die Projektdauer aber kein Problem darstellte.


Nach diesem ersten Teil des Projektes haben wir uns auf die abenteuerliche Reise nach Lozoyuela gemacht. Mit dabei, natürlich Ringo und Jerezano. Etwa sieben Stunden sind wir durch die brütende Hitze mit den beiden gelaufen, um an unserer nächsten Unterkunft anzukommen. Der Weg war nicht immer einfach mit ihnen zu gehen, da dauerte alles etwas länger. Es war aber eine super Erfahrung mit viel Spaß, so etwas wird man nie vergessen. In Lozoyuela angekommen haben wir in den nächsten Tagen drei weitere Shows an diesem Ort, Sieteiglesias und Las Navas de Buitrago aufgeführt. An einem Tag kam sogar das lokale Fernsehen aus Madrid vorbei.



Wir haben uns als Gruppe von Beginn an super verstanden, sodass wir uns im gleichen Sommer in Italien in der Nähe von Rom wiedergetroffen haben, diesmal in Gaias Ferienwohnung.


Auch wenn ich vor dem Projekt etwas Bedenken hatte, konnten sich diese in dem Projekt nicht bestätigen, was zum größten Teil an den Menschen lag. Es waren super Tage, losgelöst vom Alltag, vollkommen frei, ohne Sorgen oder irgendwelche Gedanken im Kopf. Wir haben alle die Zeit gemeinsam sehr genossen. Besonders schön war es, sich gemeinsam auszutauschen und andere Kulturen und spannende Menschen kennenzulernen. Ich möchte nun gerne an einem weiteren Workcamp teilnehmen und kann es jeder und jedem nur empfehlen, es selbst einmal auszuprobieren und aus der eigenen Komfortzone herauszukommen.




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