„Juntos para una vida digna“ - die Osterprozession in Tarma, Peru

Updated: Jun 16

Über 2 Monate schon… Über 2 Monate schon sitze ich in Peru. Und mittlerweile frage ich mich: Kennen die Peruaner den Begriff Schlaf eigentlich??? Ich glaube, die Antwort in den letzten Wochen herausgefunden zu haben: NEIN! Vor 3 Monaten hätte ich mir nicht vorstellen können, unter der Woche mal zwischen 4 und 6:30 Uhr morgens aufzustehen… aaaaber:


1. Es kommt alles anders

2. Als man denkt!


Zudem hat sich anscheinend an meinen wohlverdienten Wochenenden leider alles und jeder zum Ziel gesetzt, mich um meinen Schlaf zu bringen. Ich bin morgens in meinem Frust mittlerweile sogar schon unter die Dichter gegangen:

„Hahn-, Hund-, Vogel- und auch Menschgeschrei, nun ist es mit meinem Schlaf vorbei!“


Nun gut, ich möchte euch nicht weiter vorjammern, sondern vielmehr erzählen, was die letzten Wochen bei mir so passiert ist – und natürlich auch erzählen, warum ich denn jeden Tag so herrgottsfrüh aus dem Bett muss…


Aber fangen wir besser mal bei meiner Freizeit an:

Die letzten 2 Wochen kam ich endlich einmal dazu, aus Villa Rica und der Umgebung etwas herauszukommen und verbrachte das verlängerte Wochenende über Ostern in den Anden. Und ehrlich gesagt, kam es mir vor wie eine Reise in ein anderes Land. Denn Peru hat landschaftlich und klimatisch wirklich alles zu bieten: Von staubtrockenen Wüsten über fruchtbare Küsten und schneebedeckte 6000m hohe Berge bis hin zu den Tiefen des Amazonasregenwalds.

Hochebene von Junin


An Ostern haben wir uns zum ersten Mal aus der „Selva“ (der Regenwaldregion) in die „Sierra“ (Andenregion) auf 4300m Höhe gewagt. Dort habe ich endlich zum ersten Mal Alpakas gesehen (und geknuddelt!), Vicuñas aus der Ferne betrachtet und völlig erstaunt Flamingos auf 3500m Höhe gefunden!


Zudem haben wir den Steinwald von Huayllay besucht, die alten Prä-Inka Ruinen von Tunan Marca und Tarmatambo bewundert, die tiefste Grotte Südamerikas erkundet, uns die traditionelle Herstellung von Alpakakleidung und Teppichen angeschaut (und auch viel zu viel gekauft…) und eines der schönsten Osterfeste Perus miterlebt.

hier betreibt man auch noch auf 3500 m ü. M. Landwirtschaft...


In Tarma, einer Kleinstadt auf 3200m Höhe, werden jedes Jahr 4 Tage lang zu Ostern riesige Teppiche aus Blumen auf den Straßen zur Schau gestellt. Abends folgen dann stundenlange Prozessionen mit einer Statue des gekreuzigten Jesus durch die mit Blumen geschmückten Bögen, die über den Teppichen thronen. Ehrlich gesagt glaube ich aber, dass eines der größten Highlights dieses Jahres wir drei „Gringos“ waren… Letztendlich bildete sich sogar eine Schlange (!) von begeisterten Peruanern, um mit uns Fotos zu machen (wenn wir jetzt nicht berühmt sind, weiß ich auch nicht).

Blumenteppiche in Parma und die Osterprozession


Werkstatt für Alpakaprodukte und Alpaka Babyyys





In meinem nächsten Blogartikel erzähle ich mehr über meine Arbeit im Projekt "ANNA" (Acompañamiento de Niños, Niñas y Adolescentes – Begleitung von Kindern und Jugendlichen), lest gerne weiter!


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