Englisch Camp 2019

Camp Zeit ist immer eine besondere Zeit bei den VISIONÄREN und deren Freunden – bereits im März waren unsere Plätze ausgebucht. Der Sommer kam dann auch irgendwann nach Berlin und 21 Jugendliche brachen gemeinsam mit einem deutsch-amerikanischen Team auf Richtung Mecklenburg-Vorpommern auf, um das Englisch Camp 2019 zu erobern. Die Busfahrt allein war eine interkulturelle Begegnung der besonderen Art: syrische Folklore meets amerikanischen Hip Hop meets afghanischen Pop. Und natürlich alles auf voller Lautstärke zur gleichen Zeit. Angekommen in Fleeth, Meck-Pomm, begann das Camp mit einer Reihe von Spielen, um alle besser kennenzulernen. Dale – der ultimate Master of Ceremonies – begleitete uns das gesamte Camp über. Das Haus an sich war großzügig geschnitten und bot viel Raum für Englisch Unterricht und Gemeinschaft. Der riesige Garten war mit seinen Tischtennisplatten und seiner Feuerstelle sehr verlockend, aber der Strand, der nur 5 Minuten entfernt lag, hat immer wieder das Buhlen um die Gunst der Teilnehmer gewonnen.

Zwischen Englisch Unterricht mit Freunden aus den USA, einer Rallye quer durch das gesamte Gelände und vielen, vielen Beachvolleyball Turnieren gab es auch die Möglichkeit mit den hauseigenen Kanus über die Müritz zu schippern. Die Zeiten auf dem Wasser waren intensiv und besonders: hier wurde viel von dem geteilt, was das Leben in allen Höhen und Tiefen immer wieder formt und ihm eine neue Richtung gibt. Schmerz und Verlust lässt sich manchmal besser in Worte fassen in dem Gefühl von absoluter Freiheit, welches einem offenes Gewässer gibt. Am Strand wurde wie auf jeder guten Freizeit abgehangen, gelacht und gequatscht.

Die Sonne war leider kein ständiger Begleiter in diesen Tagen, aber das hat niemanden davon abgehalten, sich in die Fluten zu stürzen. Auch hat das nicht unbedingt vor dem Kentern geschützt – allerdings kam so ans Tageslicht, dass schwimmen nicht unbedingt zu Happy’s Hobbies gehört und er lieber auf dem Kopf der Mitarbeiter an Land kommt, anstatt seine eigenen Pfoten zu bewegen! Hauptsache alle sind gerettet!

Die Abende auf dem English Camp sind definitv jedes Jahr ein Highlight, das gleichzeitig viel Konfliktpotenzial bietet: bei Lagerfeuer und untergehender Sonne wird über die großen Weltreligionen gesprochen, diskutiert und hinterfragt. Hitzige Diskussionen geben hier den nötigen Platz, welchen es braucht, um mit Missverständnissen und Vorurteilen aufzuräumen. Ganz nach dem Motto: andere Länder, andere Sitten, hat natürlich jedes Land sein eigenes Bildungssystem, das einen ganz bestimmten Blick auf Dinge wirft. Und diesen einen Blick auf die Welt, je nach Ideologie des Landes, in dem wir unsere Weltsicht geformt haben, kritisch zu hinterfragen, muss gelernt sein. Und auch das passiert auf dem Englisch Camp: zu lernen, die Meinung und die Weltsicht anderer auszuhalten und sich an Fakten zu orientieren.

Die Gespräche liefen oft bis in die Nacht und wurden abgerundet von Filmnächten oder Tischtennis Turnieren. Die Gemeinschaft war besonders. Viele Jugendliche hatten lange nicht mehr das Gefühl Teil von etwas zu sein und ihren Platz zu haben. Auf dem Camp gab es einen Platz für jeden.

Falls du Bock hast, nächstes Jahr dabei zu sein, sichere dir sobald wie möglich einen Platz – wir freuen uns auf DICH!

Wir bedanken uns für die Förderung:

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